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Negros

Vulkane und Zuckerbarone

Die Zuckerinsel der Philippinen liegt inmitten der Visayas, eingeschlossen von den Inseln Panay und Cebu. Den Spitznamen "Zuckerinsel" hat Negros sich allemal verdient. Mehr als die Hälfte der Insel ist mit Zuckerrohr bebaut. Auch wenn der Zucker den Zuckerbaronen zu wirtschaftlicher und politischer Macht - und natürlich Geld - verholfen hat, leben die Erntehelfer doch am Rande des Existenzminimum.

Geschichte:

Seinem Namen erhielt Negros von den Spaniern, die 1565 unter Esteban de Rodriguez hier an Land gingen. Inspiriert durch die dort ansässigen dunkelhäutigen Ureinwohner tauften sie die Insel "Negros". Die Zuckerbarone verdangen ihr Geld insbesondere dem Briten Nicholas Loney, der im Jahre 1856 auf Negros weilte. Er überredete die reichen Mestizos der Nachbarinsel Panay in Zuckerrohranbau zu investieren und legte somit die Grundstein für ihren Reichtum.

34 Jahre später, im Jahre 1890, wurde Negros politisch geteilt. Die Westhälfte der Insel sollte nunmehr den Namen Negros Occidental tragen, während die Osthälfte Negros Oriental getauft wurde.

Landschaftscharakter:

Durch die Inselmitte verläuft ein Gebirgszug, der die Insel in die beiden Hälften Negros Occidental und Oriental teilt. An den Hängen zieht sich Regenwald hinauf bis zu den Gipfeln der Berge. Unter ihnen die schlafenden Vulkane Silay und Mandalagan, sowie der auch heute noch aktive Vulkan Kanlaon.

Wie bereits erwähnt, die Landschaft ist weitestgehend durch die weitläufigen Zuckerrohrfelder geprägt, die man bei einer Fahr ins Inselinnere immer wieder zu Gesicht bekommt.

Bacolod:

Bacolod ist Hauptstadt von Negros Occidental und mit dem damaligen Zuckerrohrboom gewachsen. Allerdings verfügt die Stadt weder über nennenswerte Sehenswürdigkeiten, noch über schöne Badestrände und dürfte somit für Touristen nicht weiter reizvoll sein.

Dumaguete:

Dumaguete ist die Hauptstadt von Negros Oriental. Hier befindet sich die erste Universität der Philippinen, die Silliman University, die 1901 von Dr. Horace B. Silliman gegründet wurde. Sehenswert ist hier das Ethnographische Museum, das Kunstgegenstände aus dem 18. Jh. birgt. Das Gebäude, welches das Museum beheimatet, ist ein altes Theaterhaus aus New York, das in Teiler zerlegt, verschifft und hier wieder aufgebaut wurde.

Am Rizal Boulevard, der schönen Uferpromenade Dumaguetes, findet der Urlauber eine große Auswahl an Restaurants und Bars.

Nordwestlich von Dumaguete liegen die Twin Lakes Balinsasayao und Danao. Die beiden Kraterseen liegen in ca. 800m Höhe mitten im Dschungel.

Vor Zamboanguita liegt Apo Island. Die Insel verfügt über eine Lagune mit weißem Strand und Leuchtturm. Die Unterwasserwelt ist einzigartig und wird vom Marine Biological Laboratory der Silliman University geschützt.